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Das alte Jahr geht jetzt zur Ruh’,

Vergangenheit deckt es nun zu.

Soviel passiert, soviel gescheh’n,

und trotzdem wird es weitergeh’n.

Es wird ins neue Jahr gestartet.

Wir wissen nicht, was uns erwartet.

Trotz vieler, düsterer Prognosen,

fall ich nicht tiefer in Neurosen.

Ich hoffe, Corona verlässt unser Leben,

drum habe ich mutig mir vorgegeben:

Mit guten Gedanken den Tag beginnen,

im Alter noch neue Freunde gewinnen.

Erkennen, dass Tage noch wertvoller werden,

weil Unsicherheit sich breit macht auf Erden.

Den Sonnenaufgang mit der Seele genießen,

wissen, dass bei Regen auch Blumen sprießen.

Das „Unkraut” mal mit Liebe betrachten,

bei Worten auf Verletzlichkeit achten.

Lauschen, welch Liedchen die Vögel singen,

das Herz öffnen, wenn Abendglocken erklingen.

Sich öfter mal selbst in Frage stellen,

das braucht Kraft, doch wird so manches erhellen.

Misserfolge nicht tragisch nehmen,

denn solche Sachen gehören zum Leben.

Den Sinn der leisen Töne erfassen,

weil sie mehr Einsichten hinterlassen.

Den Ballast erkennen, und zu vermindern,

so mancher Druck lässt sich dadurch verhindern.

Mehr Fragen stellen, als Antworten geben,

weil an Antworten oft Missverständnisse kleben.

Das kleine Glück bewusster erleben,

Friedensgedanken mehr Chancen geben.

Das sind Vorsätze, die ich für mich ersann.

Ob ich sie alle auch einhalten kann?

Ein altes Sprichwort geht mir nicht aus dem Sinn,

darum schreibe ich es auch gerne hierhin:

„Wir können es nicht ändern,

wenn die Vögel des Kummers und der Sorge

über unser Haupt fliegen,

aber wir können verhindern, dass sie Nester bei uns bauen!“

Dieses Gedicht ist in der aktuellen Ausgabe des Magazins „IN KORSCHENBROICH“ erschienen:

IN KORSCHENBROICH 01/2021

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